Taufe und Opfergaben
Die lieben Menschen möchten ja immer gerne Opfer bringen, nur nicht etwas, das
ihnen gehört. Ebenso wollen sie auch getauft werden, nur nicht richtig.
Beides wird seit Menschengedenken in irgendeiner Form praktiziert. Anfangs oder
vereinzelt, mag das ja noch wirklich nur ein symbolischer Akt gewesen sein,
jetzt aber sicher nicht mehr.
Opfern sollte man sich selber, man sollte helfen, wenn man gefragt wird, nicht
wenn man gerade Lust dazu hat. Das ist nur ein kleines Beispiel.
Taufen lassen sollte man sich vom Heiligen Geist, durch entsprechenden
Lebenswandel.
Wienerli geopfert
Der letzte Bissen von einer Mahlzeit war früher immer ein spezieller Genuss für
mich, vielleicht ja auch für andere.
Als ich mal einen Hotdog gegessen habe, war ich auch bei eben diesem letzten
Bissen angelangt, den ich genüsslich verspeisen wollte. Doch spontan gab ich das
letzte Stück meinem Hund. Auch wenn das nur ein kleines Beispiel ist, war die
Gefühlslage nach dem «Opfern» für mich doch eine der prägendsten Erfahrungen in
meinem Leben. Also genau das opfern, was man eigentlich nie opfern würde …
Es sollte dann natürlich nicht nur beim Würstchen bleiben.