Der Anfang
BD 7082 3.4.1958
Fall der Geister ....
Denkfähigkeit ....
Fall Luzifers ....
Es ist weit leichter, euch mit den geistigen Zusammenhängen vertraut zu machen,
die euer eigenes Dasein begründen, als euch die rechte Erkenntnis zu übermitteln
über die geistigen Vorgänge, die sich abspielten, als Ich euch alle als geistige
Wesenheiten ins Leben rief.
Was Meinem Heilsplan zugrunde liegt, war erst die Folge dessen, was zuvor
im Reiche der Geister vor sich ging .... Und diesen Vorgang zu erfassen, das
setzt eine Lichtfülle voraus, die ihr als Mensch auf Erden noch nicht besitzet,
selbst wenn ihr euch auch bemüht, Meinem Willen gemäss zu leben ....
Doch jene geistigen Vorgänge gehörten zum freien Willensentscheid, den auch alle
aus Meiner Liebe hervorgegangenen Wesen ablegen mussten, um die höchste
Vollendung zu erreichen: als frei-schaffende Wesen unabhängig zu sein von
Meinem Willen und dennoch im gleichen Willen mit Mir zu denken, zu wollen
und zu handeln.
Und auch dieser freie Willensentscheid erforderte die dazu nötigen
Voraussetzungen .... Das Wesen musste fallen können zur Tiefe, wie es
aber auch umgekehrt die höchste Höhe musste erreichen können .... Sowie
dem Wesen eine Schranke gesetzt worden wäre nach oben oder nach unten, wäre auch
sein Wille nicht mehr frei.
Und dieser sich frei entfaltende Wille also war wiederum das Ergebnis des
Denkens .... der Gedanke aber war eine von Mir aus dem Wesen zugestrahlte
Kraftäusserung .... die nun das Wesen selbst anregte, dazu Stellung zu nehmen.
Die dem Wesen eigene "Denkfähigkeit" bestand also darin, eine es berührende
gedankliche Anstrahlung zu verarbeiten, also gleichsam sich selbst mit dem
Gedanken auseinanderzusetzen, ansonsten das Wesen nur ein "Werk" Meinerseits
geblieben wäre, wenn Mein Gedanke es zwangsläufig zu gleichem Denken
veranlasst hätte ....
Ich aber wollte völlig freie Geschöpfe aus Mir herausstellen und gab ihnen
deshalb die Fähigkeit eigener Beurteilung, die aber in verschiedener Richtung
sich entfalten konnte. Es hätte nie und nimmer einen Abfall Luzifers von Mir
geben können, wenn er diese Fähigkeit nicht besessen hätte. Er wäre aber
dann auch kein freier Geist gewesen, sondern immer nur eine Marionette,
die völlig Meinem Willen unterstand.
Ich musste also dieses und auch alle nachfolgenden Wesen völlig isolieren von
Mir, sie mussten sich einer vollständigen Freiheit erfreuen und durften in
keiner Weise beschränkt werden. Und so auch mussten die ihnen zugestrahlten
Gedanken ebensogut negativ wie positiv ausgewertet werden können
.... d.h., das Wesen selbst konnte in voller Übereinstimmung, also im
gleichen Willen mit Mir, auch zur Ausführung bringen, wozu es durch jene
Gedanken angeregt wurde ....
Ebenso aber konnte es "anders denken", also kraft seiner Denkfähigkeit andere
Schlüsse ziehen, was jedoch nur dann geschah, wenn es diese "Denkfähigkeit"
nicht mehr als Geschenk von Mir, sondern als selbst erzeugt ansah
und dieses falsche Selbstbewusstsein eine Trübung seiner Erkenntnis zur Folge
hatte.
Es war wohl alles Wesenhafte als selbständig aus Mir herausgestellt, aber es war
in seiner Ursubstanz Liebe, und diese Liebe also musste auch die Bindung suchen
mit Mir, weil Liebe zu Liebe drängt .... Und so lange war auch der Wille völlig
übereinstimmend mit dem Meinen.
Jegliche Lockerung der Bindung mit Mir äusserte sich auch in der Abweichung des
Willens des Wesens von Meinem Willen, und dies wieder wirkte sich aus in einem
Nützen der Denkfähigkeit in verkehrter Richtung, weil jeder Gedanke nach
allen Richtungen hin muss erwogen werden können, ansonsten der Wille
nicht frei wäre .... was aber nicht besagt, dass ein verkehrter
Gedanke von Mir Selbst dem Wesen zugeströmt ist ....
Das erste Wesen, Luzifer, stand im hellsten Licht .... und es konnte sich mit
Mir Selbst austauschen, es konnte seine Gedanken auch verkehrt richten, hätte
aber auch jederzeit die Möglichkeit gehabt, Mir diese seine verkehrten Gedanken
vorzulegen, so dass Ich ihm hätte antworten können.
Aber gerade die verkehrten Gedanken dachte er vor Mir verbergen zu können, und
es war dies schon eine Schwächung seiner Liebe, die auch eine Schwächung des
Lichtes nach sich zog. Und zu den ersten verkehrten Gedanken gehörten also auch
die Zweifel an Meiner Macht, weil er Mich nicht zu schauen vermochte ....
Die Erkenntnis, dass er selbst angesichts Meines überhell-strahlenden Urlichtes
vergangen wäre, hielt ihn nicht von dem Verlangen zurück. Er wollte diese
Erkenntnis nicht gelten lassen, und er suchte sich selbst in Meiner
"Machtlosigkeit" eine Erklärung .... ein Gedanke wiederum, der schon ein Beweis
war, dass er seine Bindung mit Mir schon sehr gelockert hatte, als dieser
Gedanke in ihm auftauchte.
Denn im gleichen Masse, wie er an Meiner Macht zu zweifeln begann, so hob sich
sein eigenes Kraftbewusstsein, und nun folgte ein verkehrter Gedanke dem anderen
.... sein Wille stimmte nicht mehr mit dem Meinen überein, es liess seine Liebe
nach, und er verschloss sich stets mehr Meinem Liebekraftstrom .... weil ihn nun
auch die Erkenntnis verlassen hatte, dass auch er erst von Meiner Kraft gespeist
werden musste, um schöpferisch tätig sein zu können.
Doch um des Zieles willen, das Ich verfolgte: - die aus Mir und ihm
hervor-gegangenen Wesen zur höchsten Seligkeit zu führen .... hinderte
Ich auch keines der Wesen, selbst Meinen erstgeschaffenen Lichtträger nicht, den
Willen verkehrt zu gebrauchen .... Ich hinderte kein Wesen, die Denkfähigkeit
falsch zu nützen. Denn alle Wesen waren frei aus Mir herausgestellt
worden, und die höchste Seligkeit der Wesen besteht auch darin, in vollster
Freiheit schaffen und wirken zu können.
Und das erfordert auch vollste Angleichung an Meinen Willen ohne jeglichen
Zwang. Würde aber kein Wesen anders denken und wollen können als in
Meinem Willen, dann wären diese Wesen auch nicht mit einem freien Willen
ausgestattet, der aber unwiderruflich zu einem göttlich-vollkommenen Wesen
gehörte ....
Und erst dann kann Ich von Meinen Geschöpfen als von "Meinen Kindern" sprechen,
wenn sie in völlig freiem Willen in Meinen Willen eingegangen sind, und erst
dann ist ihnen eine Seligkeit beschieden, die höchste Vollkommenheit
voraussetzt. Und diese Vollkommenheit konnte Ich den Wesen nicht schenken,
sondern sie muss von jedem erschaffenen Wesen selbst erworben werden im freien
Willen ....
Amen
BD 7067 15.-17.3.1958
Erschaffungsakt der geistigen Wesen ....
Hören
Es ist Mein Wille, dass euch Licht werde, wo es noch dunkel ist in euch. Die
Menschen, die nicht fragen, können keine Antwort bekommen, die aber wissen
möchten und sich an Mich Selbst wenden, denen werde Ich auch Antwort zugehen
lassen, auf dass sie Mich in Meiner Liebe und Weisheit erkennen lernen und Mir
Selbst ihre Liebe schenken ....
Der Erschaffungsakt der geistigen Wesen war ein geistiger Vorgang, der euch
Menschen erst dann wird verständlich sein, wenn ihr selbst in das Reich des
Lichtes werdet eingegangen sein. Solange ihr auf Erden weilet, kann er euch nur
in groben Umrissen gezeigt werden, eurem Begriffsvermögen entsprechend.
Dennoch werden diese nicht von der Wahrheit abweichen, doch sowohl die tieferen
Begründungen als auch die unendlich vielen Zwischenvorgänge vermissen lassen,
die auch nicht dazu beitragen würden, euch Erhellung zu bringen. Ihr könnt aber
dessen gewiss sein, dass Ich euch nicht in verwirrtes Denken geraten lasse, die
ihr nur in der Wahrheit unterwiesen zu werden begehret.
Mich bewegte bei der Erschaffung des ersten Wesens nur der Gedanke, Mir ein
Gefäss zu schaffen, das Meine immerwährend hinaus-strömende Liebekraft aufnehmen
sollte .... weil Meine unbegrenzte Liebe sich verschenken und immer nur
beglücken wollte .... Meine Liebekraft aber erzeugte unausgesetzt geistige
Schöpfungen mannigfaltiger Art. Und Ich wollte darum auch etwas erstehen lassen,
was Mir Selbst entsprach, also ein Ebenbild von Mir.
Und was Ich wollte, das geschah .... ein Wesen in höchster Vollkommenheit
erstand neben Mir, an dem Ich Selbst Meine Freude hatte, das unaussprechlich
schön war, das ein Abbild war Meiner Selbst und das nun von Meiner Liebekraft
durchstrahlt wurde, so dass es ebenfalls zu unbegrenzter schöpferischer
Tätigkeit befähigt war.
So wie Mich nun Mein Liebekraftquell veranlasst hatte, sich ein Empfangsgefäss
zu formen, in das er sich ergiessen konnte, so auch entstand nun in diesem Wesen
der Wille und das Verlangen, den ihm unausgesetzt zugehenden Liebekraftstrom zu
nützen und gleichfalls Wesen aus sich hervorgehen zu lassen. Es war also der
gleiche Vorgang, der sich nun wiederholte, denn Ich wollte dieses
erst-geschaffene Wesen teilnehmen lassen an der unfassbaren Seligkeit,
gleichgearteten Wesen das Leben zu geben, denn als "Ebenbild" Meiner Selbst war
es auch von den gleichen Empfindungen beseelt, es strömte über von Liebe, und
die Kraft, die es ständig von Mir bezog, liess das Wesen auch nicht in
Untätigkeit ....
Sie wirkte sich aus in ebenjenem Vorgang des Erschaffens unzähliger Wesenheiten
.... Es konnten auch die nun erschaffenen Wesen nicht anders sein, als
das erste von Mir Selbst-erschaffene Wesen war .... es waren höchst vollkommene,
lichtstrahlende und übermächtige Geister, die alle dem Bilde entsprachen, das
Ich Selbst aus Mir herausgestellt hatte.
Durch den Zustrom der Kraft aus Mir, die den Erschaffungsakt dieser Wesen erst
möglich machte, war Ich Selbst also auch ihr "Schöpfer", wenngleich erst der
Wille des erst-geschaffenen Wesens diese Meine Kraft nützte. Alle Wesen
also gingen aus Mir und Meinem ersten Ebenbild hervor .... und allen Wesen war
die gleiche schöpferische Macht zu eigen.
Aber es war auch in allen urgeschaffenen Wesen Mein Wille tätig, es war
das Heer urgeschaffener Geister zu Mir in heissester Liebe entbrannt,
weil Mein Liebefeuer ihr Urelement war, weil sie Erzeugnisse waren der reinsten
Liebe und somit auch alles Erschaffene positiv stand zu Mir ....
Endlose Zeiten vergingen in seligster Harmonie und ständigem Liebe-Austausch
.... und es hätte sich dieser Zustand nicht zu wandeln brauchen. Dann aber nahm
der Vorgang des Erschaffens eine andere Form an .... was nur geistig zu
verstehen ist. Und dies wurde ausgelöst durch das Verlangen Meines
erst-geschaffenen Wesens, des Lichtträgers, Mich Selbst zu schauen.
Die Liebe des Wesens galt Mir noch unverändert, und darum begehrte es, Mich zu
schauen, obwohl es die Erkenntnis besass, dass Ich als "Kraft- und Lichtzentrum"
dem von Mir Erschaffenen nicht schaubar sein konnte, das vergangen wäre
angesichts Meiner Lichtfülle, die das Erschaffene .... als Lichtfunken Meiner
Selbst .... aufgezehrt hätte und also darum ein Schauen nicht möglich
war.
Und weil es Mich nicht schauen konnte, durchzuckte es der Gedanke, sich
unabhängig von Mir zu machen und gleichsam als "selbst Schöpfer" sich dem
Heer urgeschaffener Geister hinzustellen .... ein Gedanke, der in ihm entstand
als Folge des Verlangens wider bessere Erkenntnis, Mich zu schauen.
Alle Wesen besassen auch als Attribut der Vollkommenheit den freien Willen, der
aber stets auch mit Meinem Willen übereinstimmend war. Und dieser freie Wille
liess auch jene gedankliche Verwirrung zu .... Also von Mir aus wurde der
Lichtträger, Luzifer, nicht verhindert, seinen freien Willen verkehrt zu
richten. Aber es geriet auch der Erschaffungsvorgang nun ins Stocken, d.h.,
sowie sein Wille nicht mehr mit dem Meinen in Einklang stand, verschloss er sich
gleichsam Meinem Liebekraftstrom, doch immer nur vorübergehend, denn noch war
sein Widerstand so gering, dass die Liebe doch durchbrach und er sich Mir wieder
voll und ganz hingab, was nun auch unverminderte Liebekraftzufuhr bedeutete und
also auch unverminderte schöpferische Tätigkeit.
Aber es tauchten die verkehrten Gedanken immer wieder in ihm auf, weil er sie
nicht Mir Selbst vortrug und Ich sie hätte ihm widerlegen können .... Denn er
schaltete Mich zeitweise aus und merkte es nicht, dass er sich selbst in seiner
Kraft schwächte .... (16.3.1958) Denn sowie er die Bindung mit Mir lockerte
durch verkehrt gerichtete Gedanken, wurde auch der Liebekraft-Zustrom geringer,
was ihm aber nicht zum Bewusstsein kam angesichts der unzähligen Geisterschar,
die er schon ins Leben gerufen hatte durch seinen Willen unter Nützung Meiner
Kraft ....
Immer wieder muss hervorgestellt werden, dass Meine Kraft erst ihm das
Erschaffen der Wesen ermöglichte und dass seine Liebe zu Mir ihm erst die Kraft
eintrug .... woraus verständlich wird, dass ein Nachlassen seiner Liebe
auch die Zufuhr von Kraft verringerte. Und wiederum war ein jedes erschaffene
Wesen auch Beweis der Bindung Luzifers mit Mir .... also es konnte kein
Wesen mehr erstehen, als Luzifer sich bewusst von Mir getrennt hatte,
weshalb alle erschaffenen Wesen auch Mein Anteil sind, denn sie sind "Liebekraft
aus Mir".
Und dennoch war ein grosser Teil aller erschaffenen Wesen von Mir abgefallen
.... Und das berechtigt zu der Frage, ob die Wesen unterschiedlich beschaffen
waren in ihrer Ursubstanz .... Ich stellte ein einziges Wesen selbständig
aus Mir heraus .... Und dieses Wesen war Mein Ebenbild. Folglich also mussten
die nun von diesem Wesen ins Leben gerufenen Geistwesen wieder völlig Mir und
Meinem Ebenbild entsprechen .... Es waren die gleichen vollkommenen, in höchstem
Licht strahlenden Geschöpfe, denn es konnte aus unser beider Liebe und Wille,
die völlig gleich gerichtet waren, nur Höchst-Vollkommenes hervorgehen ....
Wesen, die in keiner Weise dem erst-geschaffenen Lichtträger nachstanden ....
Sie waren also gleichfalls überaus machtvoll und erglühten in heisser Liebe zu
Mir, wenngleich sie Mich nicht zu schauen vermochten. Aber sie erkannten Mich,
denn Ich offenbarte Mich auch ihnen durch das Wort. Es war eine endlose Schar
jener Geister, die in höchster Seligkeit Mich priesen und Mir Lob sangen, die in
Ehrfurcht Mir zu dienen bereit waren und die immer nur in Meinem Willen
wirkten, also Ebenbilder Meiner Selbst waren. Und es hätte diese unbeschreiblich
selige Geisterschar die Liebe des Lichtträgers zu Mir stets mehr erhöhen müssen
....
Doch nun begannen in ihm verschiedene Empfindungen widereinander zu streiten: Er
sah die in Herrlichkeit erstrahlenden Wesen und verlangte nun auch Mich Selbst
zu schauen .... Er glaubte sich selbst, als den Wesen schaubar, Mir überlegen,
und er wollte Mich nicht mehr als Den anerkennen, aus Dem alles hervorging,
wenngleich er wusste, dass auch er selbst aus Mir seinen Ausgang genommen
hatte.
Im Bewusstsein seiner ihn-durchströmenden Kraft begann er, die Löse zu
vollziehen von dem Kraftquell .... ein Vorgang, der sich über Ewigkeit hinaus
erstreckte, weil ihn immer wieder das Verlangen nach Beseligung zu Mir drängte
und er darum auch immer wieder Kraft bezog zum Erschaffen immer neuer Wesen.
Und so waren auch diese Wesen in ihrer Ursubstanz das gleiche, nämlich von Mir
ausgestrahlte Liebekraft; aber die zeitweilige Abkehr von Mir hatte auch auf den
Erschaffungsvorgang einen gewissen Einfluss, indem der Wille und die Liebe jener
Wesen sich ihrem Erzeuger weit mehr zuwandten als Mir .... Ich aber weder diese
Wesen noch den Lichtträger anders zu bestimmen suchte.
Doch sie waren im gleichen Masse lichtvoll, sie erkannten Mich ebenfalls als
ihren Schöpfer und konnten daher auch in Freiheit ihres Willens sich recht
entscheiden, als diese grosse Entscheidung von ihnen gefordert wurde.
(17.3.1958) Es hatte Mein erst-geschaffenes Wesen Verbindung mit allen
von ihm gezeugten Wesen, wie auch Ich mit allen Wesen untrennbar verbunden war,
weil Meine Liebekraft sie durchströmte, wenn sie bestehenbleiben sollten.
Mein Gegner nun suchte die Bindung mit dem von ihm Erschaffenen auch dann noch
zu halten, als es schon Mir abgewandten Willens war .... d.h., auch die
ersten Geistwesen wurden von ihm zur Abkehr von Mir angeregt, und es erlagen
seiner Versuchung also auch von ihnen einzelne, Luzifer riss auch jene in die
Tiefe hinab, deren Erkenntnis wahrlich auch das Schändliche seines Planes hätte
verabscheuen müssen.
Und es war deren Sünde noch weit grösser, es ist der Weg der Rückkehr daher auch
weit schwerer .... während jedoch die Mehrzahl der erstgeschaffenen Geister bei
Mir verblieb, als sich der Anhang Meines nunmehrigen Gegners von Mir löste.
Der geheime Widerstand, den Luzifer Mir entgegenzusetzen begann, hatte zur
Folge, dass ein endloses Heer geschaffener Geister teils für, teils wider Mich
sich entschied, als die Willensprobe diesen gestellt wurde. Denn der Widerstand
störte die bisher-geschlossene Einheit .... der gleiche Wille, die
gleiche Liebe beherrschten nicht mehr Mein einstiges Ebenbild, es spaltete
sich und diese Spaltung spürten nun auch die aus unserer Liebe hervorgegangenen
Wesen, die nun beschaffen waren wie ihr Erzeuger, wenngleich Meine Kraft an
ihrer Erschaffung beteiligt war.
Da aber bei den zuerst ins Leben getretenen Geistwesen jener Widerstand noch
nicht vorhanden war, da Liebe und Wille des Lichtträgers völlig in Mir
aufgingen, konnten auch aus dieser Liebe nur Wesen hervorgehen, die uns völlig
entsprachen, die in strahlender Lichtfülle und unbegrenzter Kraft getreue
Abbilder Meiner Selbst waren sowie auch Abbilder des Wesens, das Ich in Meiner
Liebe aus Mir herausgestellt hatte .... und die auch bis auf wenige Ausnahmen
bei Mir verblieben.
Und in letzteren spielte sich der gleiche Vorgang ab wie in Luzifer: dass sich
der freie Wille verkehrt richtete .... dass sie ihren Gott und Schöpfer zu
schauen begehrten und aus Meiner notwendigen Unsichtbarkeit falsche Schlüsse
zogen, indem sie das ihnen "Schaubare" anerkannten als ihren "Gott", der sich
selbst nun auch überhob und unzählige Wesen zu sich zog, die alle die Bindung
mit Mir also willensmässig lösten und dadurch in die Tiefe stürzten ....
Alle erschaffenen Wesen erstrahlten einst in Licht und Kraft, weil ohne Meinen
Liebekraftstrom nichts hätte erstehen können. Die verminderte Lichtstrahlung
setzte erst ein mit der verminderten Liebe Luzifers zu Mir, was aber nicht
bedeutet, dass es jenen Wesen gemangelt hätte am Licht der Erkenntnis, denn im
Moment der Erschaffung durchflutete auch Meine Liebekraft wieder den Erzeuger
alles Wesenhaften; aber es wurden ebenjene Momente immer seltener, bis er sich
willensmässig wider Mich erhob und nun keinerlei Kraftzufuhr mehr empfangen
konnte, weil er selbst sie zurückwies im Glauben, ebenso kraftvoll zu sein wie
Ich ....
Und nun verfinsterte sich auch sein Geisteszustand. Er .... der einst Mein
Ebenbild war .... er ist zu Meinem Gegenpol geworden, er ist in seinem Wesen
völlig gegensätzlich, er ist in äusserste Tiefe gesunken und mit ihm sein
Anhang, in dem er seine vermeintliche Macht und Stärke sieht. Das höchste Wesen,
aus Meiner Liebe hervorgegangen, ist zutiefst gesunken, weil es seinen freien
Willen, das Merkmal göttlicher Herkunft, missbraucht hat ....
Und einem jeden Wesen stand es frei, diesen Willen zu richten zu Mir oder zu
ihm, jedes Wesen konnte die Willensprobe bestehen, weil jedes Wesen im
Licht der Erkenntnis stand und auch über Kraft verfügte, dem Drängen seines
Erzeugers Widerstand zu leisten ....
Aber auch jedes gefallene Wesen wird Meine Liebe nicht verlieren, denn Meine
Liebe liess es erstehen, und Meine Liebe lässt es auch ewiglich nicht mehr
vergehen, aber bevor es nicht seinen Widerstand aufgibt, wird es Meine Liebe
nicht zu spüren vermögen und darum unselig sein.
Aber auch sein Widerstand wird nachlassen, und das Wesen wird einmal wieder
Meine Liebe suchen und den Weg der Rückkehr zu Mir bewusst gehen .... Und dann
wird es auch Meine unermessliche Liebe erkennen, es wird seinen Gott und
Schöpfer erkennen in Jesus Christus, in Dem Ich Selbst für alle Wesen der
schaubare Gott wurde, Den zu sehen sie begehrten und Der ihnen den Weg bereitet
hat zurück zum Vaterhaus ....
Amen
BD 6991 11.12.1957
Freier Wille Anlass des Abfalls ....
Hören
Vergöttlichung ....
Aus Mir ging nur Vollkommenes hervor .... denn tiefste Liebe und höchste
Weisheit liess alles erstehen, und Meiner Macht war nichts unmöglich. Also
konnte Ich auch aus Mir heraus Wesen erstehen lassen in höchster Vollkommenheit,
die als Meine Ebenbilder Mich Selbst erfreuten. Sie waren geschaffen als
Miniaturen Meiner Selbst, und es war Mir Selbst höchste Beglückung, diese Meine
geschaffenen Werke in Licht- und Kraftfülle schaffen und wirken zu lassen, um
auch ihnen wieder die gleiche Beglückung zu schenken, an den geschaffenen Werken
sich erfreuen zu können.
Alle Wesen also durchströmte die zum Erschaffen nötige Kraft und befähigte sie
gleichfalls zu schöpferischer Tätigkeit. Aber sie waren gleichsam nur
"Ausführende Meines Willens", weil mit der ihnen zuströmenden Liebekraft auch
Mein Wille jene Wesen erfüllte, sie also immer nur Meine "Geschöpfe"
geblieben wären, wenn Ich sie nicht völlig frei aus Mir hinausgestellt hätte,
mit freiem Willen, den sie also nach jeder Richtung hin entfalten konnten. Nun
erst konnten sie als höchst-vollkommen gelten, aber auch nun ihre Vollkommenheit
verlieren ....
Solange Mein Wille sie bestimmte, hätten sie niemals ihren
Vollkommenheitszustand verloren, der freie Wille aber gab dazu die Möglichkeit,
wie er aber auch andererseits die volle Vergöttlichung der "geschaffenen" Wesen
möglich machte .... dass sie sich, Kindern gleich, an Meinem Wirken und
Gestalten beteiligen konnten frei aus sich heraus und doch mit Mir und Meinem
Willen völlig übereinstimmend. Nun erst ist das höchste Ziel erreicht,
das Ich erstrebte, als Ich Wesen erschuf in Meiner Liebe und Meiner Macht ....
Denn nun kann das Wesen seine Vollkommenheit nicht mehr verlieren, und es ist
unbegrenzt selig zu nennen.
Es wäre dies aber jedem Wesen möglich gewesen, denn nichts gab Anlass dazu, sich
von Mir abzuwenden, als es seinen freien Willen gebrauchen konnte. Es war
vollkommen, und es brauchte nur zu wollen, in dieser Vollkommenheit zu
verbleiben .... Dass es unvollkommen wurde und fiel, war in seinem Kraft- und
Lichtbewusstsein zu erklären, denn es wollte sich selbst beweisen als
licht- und kraftvoll. Und es verkannte somit Meine Liebe, die das Wesen völlig
selbstlos beschenkte, um es selig zu machen. Ein einziger überheblicher Gedanke
trübte schon das Licht der Erkenntnis, und es folgten stets mehr verkehrte
Gedanken, die sein Wille verkehrt richtete, weil dieser frei war.
Es ist euch Menschen schwer verständlich zu machen, dass es für ein vollkommenes
Wesen überhaupt möglich war, zu fallen .... weil Vollkommenheit auch immer
Licht, d.h. vollste Erkenntnis, bedeutet .... Aber gerade das Bewusstsein, im
Übermass kraftvoll zu sein, liess das Wesen mehr der Kraft in sich
gedenken als des Lichtes, und die Kraftfülle liess es leicht überheblich werden,
wodurch sofort das Licht getrübt wurde. Das Wesen war fähig, ständig
Neuschöpfungen aus sich herauszustellen gleich Mir, und es begann, Mich Selbst,
als Urquell der Kraft, aus seinen Gedanken zu verdrängen .... Es wollte das
Abhängigkeitsverhältnis von Mir nicht mehr anerkennen, und als es einmal diesen
Gedanken gefasst hatte, verlor es auch den Überblick über die entsetzlichen
Folgen dieser seiner Willensrichtung.
Ein frei aus Mir herausgestelltes Wesen musste aber auch diese Freiheit haben,
sich selbst in seinem Wesen wandeln zu können .... denn die Vollkommenheit
durfte nicht für das Wesen einen Zwangszustand bedeuten, ansonsten es wahrlich
nicht Mein Ebenbild hätte genannt werden können. Aber diese Freiheit der
Selbstumwandlung wird das Wesen auch immer behalten, und darum kann es auch in
der sich frei gewählten und geschaffenen Unvollkommenheit wieder zur höchsten
Vollkommenheit gelangen, um dann das von Mir angestrebte Ziel erreicht zu haben,
dass es Mein Kind geworden ist und auch ewig bleiben wird.
Niemals hätte Ich Mir solche "Kinder" schaffen können, weil das göttliche
Merkmal, der freie Wille, selbst tätig werden muss .... dass also das Geschöpf
in der von Mir ihm geschenkten Vollkommenheit im freien Willen auch verbleiben
wollte oder .... wenn es diese Willenserprobung nicht bestand .... sich selbst
wieder den Vollkommenheitsgrad erwerben muss, den es einst im freien Willen
dahingab .... Wer dieses Mysterium erfasst, der wird auch Meinen ewigen
Heilsplan begreifen, und er wird wissen, dass nur die unendliche Liebe und
Weisheit einen solchen Plan entwerfen konnte, weil Ich den von Mir geschaffenen
Wesen ein Los bereiten will, das höchste Glückseligkeit bedeutet auf ewig ....
Und Meine Liebe, Weisheit und Macht wird so lange dieses Ziel verfolgen, bis es
erreicht ist, bis alles aus Mir hervor-gegangene Wesenhafte in höchster
Seligkeit Mir zur Seite schaffen und wirken kann, wie es Mein Plan ist von
Ewigkeit ....
Amen
BD 6954 24.u.25.10.1957
Luzifer und sein Abfall von Gott ....
Hören
Mein Plan von Ewigkeit gilt der Rückführung des Geistigen, das Mein Gegner an
sich fesselte nach seinem Absturz zur Tiefe, nach seinem Abfall von Mir und
seiner Auflehnung wider Mich. Mein Gegner ging aus Meiner Liebe als
erstgeschaffenes Wesen hervor .... Ich hatte dieses Wesen geschaffen nach Meinem
Ebenbild, und es stand daher in unvorstellbarer Licht- und Kraftfülle überaus
mächtig und weise Mir zur Seite .... es war das glückseligste Geschöpf, weil
Meine Liebe es unentwegt durchstrahlte, die höchste Seligkeit schenkte und die
immer wieder diese Seligkeit für jenes Wesen zu erhöhen suchte.
In diesem von Mir erschaffenen Wesen spiegelte sich Mein Urwesen wieder, nur
dass es für Mich-sichtbar hinausgestellt wurde, während das Wesen Mich Selbst
nicht erschauen konnte. Aber es wusste von Mir, es wusste, dass Ich es hatte
erstehen lassen und dass es jene beglückende Liebekraft von Mir empfing. Denn
Ich Selbst übertrug jenes Wissen auf Mein Ebenbild, weil Ich Selbst einen
Austausch unserer Gedanken mit ihm herstellen wollte .... weil ich ihm auch die
Fähigkeit gegeben hatte, das "Wort" zu verstehen, das als geprägter
Gedanke in ihm ertönte und das es nun ebenfalls zurückgeben konnte und somit der
beseligendste Austausch zwischen uns stattfand, um dessentwillen Ich das Wesen
hatte erstehen lassen.
Denn Meine unendliche Liebe suchte sich eine Resonanz, sie suchte sich ein
Gefäss, in das sie sich verströmen konnte, sie suchte sich ein Objekt, das sie
beglücken konnte, dem sie die seligste Existenz bereiten wollte auf ewig ....
Dieser Plan war wohl von Mir entworfen seit Ewigkeit, aber er liess jederzeit
die Frage offen, ob auch dieses Wesen sich Meinem Plan anschliessen würde, weil
es in aller Willensfreiheit geschaffen und als selbständiges Wesen
hinausgestellt worden ist von Mir, das auch über sich selbst bestimmen konnte.
Wenngleich Meine Gedanken in Form des Wortes in ihm ertönten, so war das Wesen
doch nicht gezwungen, gleich Mir zu denken und zu wollen .... Es
besass die Fähigkeit, Mein Wort nach allen Richtungen hin zu bedenken .... es
konnte also eigenmächtig für sich selbst dem Wort eine Bedeutung geben, die Ich
nicht hineingelegt hatte. Aber es war dazu nur fähig, sowie es in ein
verkehrtes Verhältnis trat zu Mir, seinem Gott und Schöpfer .... wohingegen
es völlig mit Mir übereinstimmte in seinem Denken und Wollen, solange es sich
Mir in hingebender Liebe öffnete, um Meinen Liebestrahl zu empfangen.
Aber eben diese Fähigkeit war dem Wesen auch bewusst, und es versuchte darum
auch den Zustand der Abwehr Meiner Liebekraft, um nun völlig unbeeinflusst seine
Gedanken formen zu können nach eigenem Willen .... Es fanden diese Versuche erst
statt nach endlos langer Zeit unbegrenzter Seligkeit, die Meine Liebe dem Wesen
bereitet hatte .... Und in dieser Zeit der innigsten Gemeinschaft des
erstgeschaffenen Wesens mit Mir war es in einem Ausmass schöpferisch tätig, dass
es unzählige Wesen ins Leben rief, weil jener Drang nach Austausch, nach
Empfangsobjekten seiner Liebe, auch in ihm vorhanden war als Zeichen Meines
Ebenbildes und Ich darum das Wesen unausgesetzt mit der zum Erschaffen nötigen
Kraft versorgte.
Als das Wesen aber die ersten Versuche anstellte, Meine ihm zuströmende
Liebekraft abzuwehren, setzte nun auch der Vorgang verkehrten Denkens ein ....
und vorübergehend liess die Kraft zum Erschaffen nach .... Aber das Wesen spürte
auch das Nachlassen der Seligkeit und wandte sich Mir wieder in reiner Liebe zu,
so dass Ich es wieder wie zuvor beglücken konnte und auch das Erschaffen höchst
vollkommener Wesen wieder seinen Fortgang nahm ....
Jene zeitweiligen Unterbrechungen aber mehrten sich .... (25.10.1957) Denn das
Wesen erwog immer wieder in sich, ob es nicht ohne Mich das gleiche zu leisten
und zu schaffen imstande sein sollte, und es erprobte sich auch in seiner
erschaffenden Tätigkeit, indem es sich zeitweise isolierte von Mir, also Mir
auch die Zufuhr von Liebekraft verwehrte, und seine vorhandene Kraft dennoch
nützte, um Wesen ganz nach seinem Willen zu erschaffen, die dann auch schon
etwas von seinem Willen in sich trugen. Aber es waren dies immer nur kurze
Versuche, und es kehrte immer wieder zu Mir zurück, um die Beglückung durch
Meine Liebekraft zu erfahren. Sein Denken aber nahm immer feindlichere Form an
....
Die Liebekraft, von der es wusste, dass sie in Mir ihren Ausgang hatte, neidete
dieses Wesen .... der Lichtträger .... Mir, und er spielte mit dem Gedanken,
Mich durch immerwährendes Erschaffen neuer Wesen zur Entäusserung Meiner
Liebekraft zu veranlassen, sich selbst das Besitzrecht über diese Wesen
anzueignen und Mich dadurch also zu schwächen .... während er sich der
Beweise Meiner Mir-entzogenen Kraft erfreuen und Mich übertrumpfen wollte an
Macht und Kraft ....
Diese Gedanken sind nicht plötzlich in ihm aufgestiegen, sondern ein einziger
falscher Gedanke .... ein Moment falsch-gerichteten Denkens .... gab immer neuen
falschen Vorstellungen Raum. Es war der Lichtträger in einen Zwiespalt geraten
mit sich selbst. Und er hätte aus diesem Zwiespalt leicht herausfinden können,
wenn er sich mit Mir darüber ausgetauscht hätte, was ihm wohl möglich war.
Er bezog ständig Meine Liebekraft, und ebendieser ununterbrochene Zustrom liess
ihn zu dem verkehrten Denken kommen, dass sich dieser Zustrom ewig nicht ändern
würde, auch wenn er sich selbst isolierte von Dem, Den er als seinen Gott und
Schöpfer wohl erkannte. Aber jeder Mir entgegengerichtete Gedanke
schwächte die Kraftzufuhr und liess ihn stets aufsässiger gegen Mich werden ....
bis er sich zuletzt gänzlich von Mir lossagte und er dadurch auch dem Zustrom
der Kraft, die ihn zum Erschaffen befähigte, ein Ende setzte ....
Aber in dieser endlos langen Zeit waren auch Wesen in endloser Zahl aus seinem
Willen unter Nützung Meiner Kraft hervorgegangen, die in ihrem Innern so
beschaffen waren, wie ihr Erzeuger im Moment der Erschaffung zu Mir stand
.... Aber Meine Liebekraft durchflutete alle Wesen, ansonsten sie nicht hätten
entstehen können, und diese Liebekraft drängte alle diese Wesen auch im gleichen
Masse zu Mir hin wie zu ihrem Erzeuger. Denn obgleich dieser seinen
verkehrten Willen in diese Wesen legte, war doch auch das Licht der Erkenntnis
noch in ihnen, das Meine Liebekraft in ihnen entzündete.
Die Wesen waren also noch nicht sündig, als Mein nunmehriger Gegner sie
entstehen liess. Aber sie waren auch leicht geneigt, seinen Vorstellungen
Glauben zu schenken, als er selbst sich als höchstes Wesen hinstellte, weil Mich
keines der erschaffenen Wesen schauen konnte. Es drängte sie die Liebe zu Mir,
doch der ihnen schaubar war, der wollte von ihnen anerkannt werden als Gott und
Schöpfer, und er fand auch bei jenen Wesen Anerkennung, deren Erschaffungsakt
stattgefunden hatte im Moment einer inneren Widersetzlichkeit gegen Mich ....
Von Mir aus wurde jenen Seelen Licht geschenkt, sie waren ebenfalls fähig, Mein
Wort zu vernehmen, und sie waren auch denkfähig .... Also hätten sie nicht
seinen Vorstellungen Glauben zu schenken und ihn anzuerkennen brauchen,
aber auch ihr Wille war frei, sie konnten weder von Mir noch von Meinem Gegner
gezwungen werden, und darum also wurden sie sündig, als sie das
Selbstbestimmungsrecht nützen sollten und sich für Meinen Gegner entschieden.
Denn sie erkannten Mich, obwohl sie Mich nicht zu schauen vermochten, aber sie
folgten dem freiwillig, den sie schauen konnten ....
Es war gleichsam eine Entscheidung wider besseres Wissen .... und darum
also eine riesengrosse Schuld, die dem Wesen vollste Schwächung eintrug, einen
verfinsterten Geisteszustand und Entbehren jeglicher Kraft .... Denn bewusst
wurde der Zustrom Meiner Liebekraft zurückgewiesen, als sie Meinem Gegner
folgten zur Tiefe .... Nur wer zu fassen vermag, in welcher Vollkommenheit einst
alle Wesen aus Mir hervorgegangen sind, wie hell in ihnen allen das Licht
erstrahlte, der kann die Grösse jener Schuld ahnen, das Licht aufgegeben zu
haben und dem gefolgt zu sein, der sie der Finsternis zuführte.
Es hätten alle diese gefallenen Wesen nicht zur Verantwortung gezogen werden
können, wenn sie durch den Willen Meines Gegners jeglicher Erkenntnis zuvor
beraubt worden wären, aber sie waren alle Erzeugnisse Meiner Liebekraft, und
also waren sie auch von ihr durchstrahlt und als Lichtwesen fähig, die rechte
Entscheidung zu treffen, als dies von ihnen verlangt wurde. Aber sie richteten
selbst den Willen in sich verkehrt, und daran wurden sie nicht gehindert, und
entsprechend ihrer Schuld ist daher auch der Abstand von Mir, und die Rückkehr
zu Mir erfordert Ewigkeiten und kann auch erst dann erfolgen, wenn die
vertretende Sühne des Menschen Jesus anerkannt und erbeten wird von jedem Wesen,
das einst gefallen ist ....
Amen
BD 6872 14.u.15.7.1957
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Wie weit reicht Luzifers Kraft ....
Im Anfang war alles Wesenhafte lichtdurchstrahlt, denn es ging aus dem Ewigen
Licht hervor und war in seiner Ursubstanz das gleiche wie Der, von Dem es
ausgegangen war.
Gott ist in Sich Licht und Kraft .... Und Er strahlte auch Licht und Kraft aus
in die Unendlichkeit. Er gab Seinen Ausstrahlungen aber Formen, Er stellte Wesen
aus Sich heraus, die als Seine Ebenbilder geschaffen waren .... was nun zwar
nicht so zu verstehen ist, dass diese Formen eng-begrenzte Gestalten waren,
sondern es waren ichbewusste geistige Wesen, die auch wieder nach allen
Richtungen hin ihr Licht und ihre Kraft ausstrahlen lassen konnten, die mit
Denkfähigkeit und freiem Willen ausgestattet waren, die sich als Geschöpfe einer
unendlich stärkeren Macht erkannten und die mit dieser Macht auch in Verbindung
standen durch das Wort ....
Sie standen in vollster Erkenntnis, weil Gott Selbst Sich ihnen offenbarte durch
das Wort, da Seine Geschöpfe Ihn nicht schauen konnten, doch ständig um Seine
Gegenwart wissen sollten, um Seinen Willen und um ihre eigentliche Bestimmung
.... Und ihre Seligkeit war unermesslich, denn sie waren auch liebedurchflutet,
und das Ziel ihrer Liebe war immer nur Gott, Der sie stets mehr beseligte.
In dieser Seligkeit aber verblieben sie nicht .... denn das Wesen, das
uranfänglich von Gott erschaffen wurde, das Sein Liebewille zuerst
erstehen liess, begnügte sich nicht damit, seinen Schöpfer nur zu hören .... es
wollte Ihn auch schauen, und weil ihm dieses Verlangen nicht erfüllt werden
konnte .... da das Licht- und Kraftzentrum von Ewigkeit nicht schaubar ist für
die von Ihm ausgestrahlten Wesen .... erkannte es sich selbst als erste
und oberste schaubare Wesenheit, die allen geistigen, ichbewussten Wesen also
auch als solche erkennbar war, und es warf sich zu deren beherrschenden Macht
auf ....
Dieses Wesen wusste zwar, dass es selbst auch erst erschaffen wurde, und es
musste also auch die erschaffende Macht als über ihm stehend anerkennen, denn
auch ihm selbst ertönte das Wort, das den Gott und Schöpfer bewies .... Es
wusste auch um Dessen Willen, es stand selbst in hellster Erkenntnis. Aber es
besass auch freien Willen. Und dieser Wille richtete sich gegen Gott ....
Das Wesen wollte nicht von einer höheren Macht abhängig sein, es wollte nicht
seine Kraft von Gott beziehen, sondern es glaubte sich selbst in einem Masse
kraftvoll, dass es die Kraft Gottes zurückwies.
Es zweifelte die Kraft Gottes an, weil Dieser Sich ihm nicht schaubar
vorstellte. Und es suchte seinen Willen auch zu übertragen auf die Wesen, die
sein Schöpferwille unter Nützung der Kraft aus Gott hatte erstehen lassen. Denn
voll des Lichtes und der Kraft zu sein bedeutete auch, unbegrenzt schaffen und
gestalten zu können. Aber der Gott-entgegengerichtete Wille hatte zur
Folge, dass Licht und Kraft nachliessen, weil dieser Wille nun das Zuströmen der
Liebekraft aus Gott verhinderte. Folglich nahm auch das erstgeschaffene Wesen
.... nun der Gegner Gottes .... an Licht und Kraft ab, je mehr es sich
verausgabte durch Erschaffen immer neuer Wesen ....
Solange er die Kraft Gottes in Anspruch nahm, war er also auch befähigt zum
Erschaffen, als er sie jedoch zurückwies, war auch seiner Schöpferkraft ein Ende
gesetzt .... je mehr sein Widerstand gegen Gott zunahm, desto mehr nahm seine
Schöpferkraft ab .... Denn der Abfall von Gott war kein plötzlicher, sondern er
spielte sich in endlos langem Zeitraum ab. Er begann mit kurzweiliger Abkehr und
immer wieder Sich-Öffnen der Liebekraft Gottes und also auch fortgesetztem
Erschaffen neuer Wesen, und er endete mit gänzlichem Widerstand gegen die
göttliche Liebeanstrahlung .... was auch völlige Unfähigkeit zum Erschaffen
bedeutete. Aber in der endlosen Schar durch seinen Willen gezeugter Wesenheiten
ersah der Gegner Gottes nun seine Kraft. Denn mit abnehmender Kraft hatte auch
das Licht der Erkenntnis abgenommen, so dass er verfinsterten Geistes nicht die
Bedeutung seines Widerstandes gegen Gott zu erkennen vermochte ....
Er ist bar jeder Erkenntnis und bar jeder Schöpferkraft .... aber er hat dennoch
eine grosse Macht, denn sie besteht in seiner grossen Anhängerschaft, die im
Grunde des Grundes "Kraft aus Gott" ist, sowie auch er selbst
einst-ausgestrahlte Kraft ist. Seine und des Anhangs Kraft also besteht darin,
Widerstand leisten zu können .... und somit Gott Selbst, Der keinen
Widerstand gewaltsam bricht, daran zu hindern, Seine Geschöpfe zu
beglücken. Gott ist die Liebe, und die Liebe schafft Seligkeit. Jene Wesen also
glauben, Macht zu haben über Gott, weil sie Ihm Beschränkung
auferlegen in Seinem Liebewirken .... Sie lehnen sich gegen Gott auf, und sie
werden nicht in ihrem Vorhaben gehindert, weil die Liebe Gottes nichts sich
erzwingt, sondern freiwillig angenommen werden muss.
Ihre ganze Kraft also besteht darin, selbst Widerstand zu leisten und
auch das nachgiebigere Geistige zu beeinflussen zu verstärktem Widerstand ....
Und diese Kraft behalten sie auch, bis sie sich freiwillig ergeben und durch
Liebeanstrahlung Gottes auch wieder in den Besitz von Schöpferkraft gelangen
.... (15.7.1957) Aber sie werden niemals ihre Kraft gebrauchen können zum
Erstehen-Lassen von Dingen irgendwelcher Art ....
Die schöpferische Kraft fehlt ihnen, denn diese ist nur im Verband mit
Gott wirksam; sowie aber das Wesen sich ausserhalb des Liebestromkreises von
Gott stellt, kann es auch nicht mehr die "erschaffende" Kraft beziehen .... und
so auch der Gegengeist Gottes, der sich selbst durch seinen stets tieferen
Absturz jener ihm zuströmenden Kraft beraubte. Seine Kraft reichte wohl vor dem
Kreuzestod Jesu aus, seinen Anhang in Knechtschaft zu halten, also ihn zu
hindern, Liebekraft aus Gott zu beziehen, um sich von ihm lösen zu können. Denn
er hielt sie in völliger Blindheit, und sie erkannten nicht die Ursache ihrer
Schwäche und Blindheit.
Aber auch diese Macht ist gebrochen worden durch Jesus Christus, und also können
auch die einst gefallenen Wesen Erlösung finden. Und nun konzentriert der Gegner
seine ihm verbliebene Macht nur auf sein Gott-gegnerisches Wirken, dass er also
zu zerstören sucht, was Gott erstehen liess, dass er materielle Hüllen
aufzulösen sucht, um das Geistige darin zu befreien .... im Glauben, es dadurch
selbst wiederzugewinnen. Aber auch zu solchen Zerstörungen reicht seine Macht
nicht aus und jegliches Schöpfungswerk ist vor seinem direkten zerstörenden
Einfluss sicher ....
Und darum versucht er es auf Umwegen, indem er den Willen des Menschen
seinen Plänen gefügig zu machen sucht .... Also muss dann der Mensch
solche Zerstörungen ausführen, der über eine gewisse Kraft im Erdenleben wieder
verfügt zwecks eigener Willenserprobung. Dennoch ist die Macht des Satans noch
unvorstellbar gross, nur ebendiesem Anhang gegenüber, weshalb auch Jesus
Christus am Kreuz gestorben ist, um dem einst Gefallenen Rettung zu bringen, um
ihm Hilfe zu leisten wider jenen.
Wenn aber von dem Fall Luzifers gesprochen wird, so hat dieser Fall Äonen
umfasst, Zeiträume, für die euch jede Vorstellung fehlt. Und in diesen endlosen
Zeiträumen wurden zahllose Wesen geschaffen, denn die Trennung Luzifers von Gott
wurde nicht plötzlich vollzogen, und solange er also noch Verbindung hielt mit
Gott, so lange bezog er auch noch die zum Erschaffen nötige Kraft aus Gott,
weshalb also alle Wesen auch Gottes Anteil sind und Sein Rückführungswerk
allen Wesen gilt.
Aber die erschaffenen Wesen wurden stets mehr auch Gott-gegnerischen Sinnes, je
mehr sich ihr Erzeuger willensmässig abwandte von Gott .... bis Luzifer die
endlose Schar der geschaffenen Geister zur völligen Trennung von Gott bewog ....
bis er selbst sich für den Kraftquell hielt und die erschaffenen Wesen im
gleichen Sinn beeinflusste, so dass sie ihm blind folgten, als ihnen das
Selbstbestimmungsrecht gegeben wurde, durch das sie sich auch hätten trennen
können von ihrem Erzeuger und zu Gott sich wenden, Der Sich ihnen auch
lichtvollst offenbarte, Den aber auch sie nicht zu schauen vermochten.
Die zahllosen gefallenen Wesen aber brauchen ebenso Äonen zu ihrer gänzlichen
Rückkehr .... Und darum auch müssen immer und immer wieder neue Schöpfungen
erstehen, d.h., immer wieder wird verhärtete geistige Substanz, das zutiefst
gesunkene Geistige, aufgelöst und in diesen Schöpfungen gebannt, um den Weg der
Rückkehr zu Gott anzutreten .... Die Widersetzlichkeit des zuletzt Erschaffenen
aber ist so stark, dass es noch endlose Zeiten in seiner Verhärtung zubringen
muss, bevor es auch den Aufstieg in den Schöpfungswerken beginnen kann .... Also
werden auch endlose Zeiten hindurch neue Schöpfungen erstehen, die der Wille
Gottes, Seine Weisheit und Macht, hervorgehen lässet, und stets mehr wird die
Macht und Kraft Seines Gegners abnehmen, weil jegliche Neuschöpfung ihm einen
Teil seines Anhanges entwindet, wenn auch Ewigkeiten noch vergehen werden, bis
auch das letzte Gefallene zur Materie geworden ist ....
Aber das zutiefst Gefallene ist sich nicht des Seins bewusst .... und kann darum
auch nicht das schon reifere Geistige bedrängen. Es ist völlig ausser Kraft
gesetzt, und mit Blindheit geschlagen trägt es lediglich dazu bei, dem Gegner
Gottes das Machtbewusstsein zu stärken .... weil auch er völlig erkenntnislos
ist. Erst wenn das Geistige einmal das Ichbewusstsein wiedererlangt hat und nun
seinen Willen erneut verkehrt richtet, kann es im Auftrag seines Herrn seine
Kraft in Anwendung bringen und verheerende Wirkung anrichten unter den Menschen
.... Und das ist das von Gott Seinem Gegner zugebilligte Recht, um seinen Anhang
zu kämpfen während der Zeit der Willensfreiheit als Mensch. Diese Zeit nützet er
und auch seine Vasallen wahrlich gut, der Mensch aber hat in dem göttlichen
Erlöser Jesus Christus eine ganz sichere Hilfe, und nützet er diese, so ist die
Kraft und Macht des Gegners völlig gebrochen, dann ist er frei geworden von ihm
und kehrt endlich wieder zurück in sein Vaterhaus ....
Amen