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Wandergebiet um den Jakobushof, Ruinen
Ruine Altenburg
Aus dem Büchlein "Altenklingen" ( Seite 11 oben ) Zollikofersche Familienstiftung, Karl Zollikofer
1965/66:
"Es ist hier noch beizufügen, dass ursprünglich fünf Burgen zu Altenklingen
gehörten, die wichtigste auf der gegenwärtigen Schlosses, sodann eine im
jetzigen grossen Garten, eine andere neben dem Bretterschopf. Diese waren durch
den äusseren Burggraben geschützt, der in seinem Südöstlichen Teile jetzt noch
vorhanden ist. Eine vierte Burg stand gegenüber auf dem Eugelberg ( Burghalde ).
Die Fünfte war die östlich gelegene Altenburg, von welcher noch beträchtliche
Ruinen vorhanden sind. Über Zeitpunkt und Veranlassung der Zerstörung der vier
letztgenannten Burgen mangeln alle näheren Angaben. Hinsichtlich der beiden
näher gelegenen dürfte die Vermutung am Platz sein, sie seien beim Bau des neune
Schlosses abgebrochen worden, um das Material dafür verwenden zu können."
Aus dem Büchlein "Alt Hugelshofen" Eine Dorfgeschichte von Hans Nater, 1963:
"Die Altenburg, nahe dem Weiler Altenburg, wird als Vorläufer des Schlosses Altenklingen betrachtet. Sie wurde unter der Leitung von Pfarrer Michel in Märstetten ausgegraben und das Resultat in den Thurg. Beiträgen zur vaterländischen Geschichte in Heft 46 und 52 veröffentlicht."
Aus dem Heft 46 der "Thurgauische Beiträge zur Vaterländischen Geschichte":
Aus dem Heft 52 der "Thurgauische Beiträge zur Vaterländischen Geschichte":
Fundgegenstände aus dem Büchlein: (?=nicht sicher ob richtig geschrieben):
1. Pause
"....die Gestalt des gekreuzigten in roher altertümlicher Darstellung."
Die Umrisse mit schwarzem Strich, Gesicht und Hände gelb, der Rock und das
Lendentuch braunrot. ca. 70 cm.
"Eine Pause des Bildes ist dem schweiz. Landesmuseum geliefert worden"
2. Zwei Bronzepaletten, 2 Damenbrettsteine, Stachelsporn
Eine rechteckige, 2,5 : 6 Zentimeter grosse, schwervergoldete Bronzepalette mit
mehrfarbigen Füllungen in Zellenschmelz, bald darauf ein eben solches Stück,
aber auf erhöhtem Innenteil mit einem plastischen, liegenden Löwen von
Byzantisch-Romanischem Gepräge geschmückt, ebenfalls vergoldet; dann
kamen.....zwei beinerne(?) Damenbrettsteine mit eingeschnittenem Achsenkreuz(?),
endlich ein silbertauschierter Stachelsporn frühmittelalterlicher Form.
3. Pfeilspitze, 2 Hohlschlüssel, 3 Emailpaletten, Agraffe,
Terra-Sigilattaschüssel
Pfeilspitze mit Widerhacken und zwei Holschlüssel,...drei weitere mit den ersten
überreinstimmenden Emailpalette.....und endlich das Prunkstück: eine schwer
vergoldete, fein gearbeitete Agraffe von hervorragender Schönheit mit
Plastischem Löwenkopf und zwei von ihm sich abwendenden, rückwärtsblickenden,
geschmeidigen Panthern, darunter zwei Schlangenköpfe 10 : 6 Zentimeter.
4. Photographien und Grundplan, 14-16 März 1910
Über die ganze zutage getretene Burganlage wurde am 14. - 16. März 1910 durch
das Landesmuseum eine Serie von Photographien und durch Herrn Architekt O.Meyer
in Frauenfeld ein genauer Grundplan mit fünf Profilen aufgenommen.
Fotos der Funde:
Gibt es bald! Im Moment ist im Landesmuseum ein Umzug im gang, deshalb sind die Gegenstände nicht ersichtlich!
Schloss Altenklingen:
Ruine Schleifenrain
Direkt unter der Ruine befindet sich eine sehr schöne Picknickstelle, Idyllisch gelegen, direkt am Kemmenbach. Mit zwei grossen Holztischen und einer Feuerstelle. Im Sommer kann hier auch gebadet werden. Es ist hier wirklich einer der schöneren Plätze in der ganzen Gegend! Für Familien mit Kindern Ideal! Keine 10 Min. Spatziergang vom Jakobushof entfernt. Da kann man auch Parkieren.
Zur Geschichte der Ruine:
Aus dem Büchlein "Alt Hugelshofen" Eine Dorfgeschichte von Ahns Nater, 1963:
"Oestlich dem Weiler "Entenmoos" und westlich der Neusiedlung "Pilgerhof" stösst man im Wald auf eine Kuppe, die südlich durch einen Einschnitt abgeschnürt ist, der auch auf der Ostseite weiterläuft. Die vorhandenen Fundamentmauern, die Rondelle des Sodbrunnens und Ansätze des turmes zeugen von der einstigen Burg, deren Grundfläche mit 15 x 29 m angegeben werden kann."
Folgende Berichte stammen vom Amt für Archäologie TG
www.archaeologie.tg

Zur Geschichte:
In der Umgebung von Hugelshofen sind mehrere Burgstellen bekannt, wie «Alteburg,
Moonshus,Schatzloch, Zapfeloo» und Schleifenrain – auch «Burgstogg» genannt.
Diese Ruine liegt strategisch günstig auf einer glazialen Lehmterrasse, die
spornartig durch die Tobel des Kemmenbachs und eines Seitenbachs begrenzt wird.
Über die Besitzverhältnisse der Burg Schleifenrain ist nichts bekannt.
Vielleicht gehörte sie den Herren von Hugelshofen, die Dienstleute des Bischofs
von Konstanz waren. So ist ein Albertus von Hugelteshoven um 1176 bezeugt. Von
Heinrich von Hugelshoven kennen wir das Siegel um 1363. Das Geschlecht ist
anfangs des 15. Jahrhunderts ausgestorben.
Archäologische Untersuchungen
Bereits in den 1960er Jahren grub der Lokalhistoriker Hans Nater Mauerreste
aus. 1968 untersuchte Archäologin Franziska Knoll-Heitz die Burgstelle
eingehender. Danach wurden die freigelegten Mauerreste konserviert. Die
Grabungen legten einen rechteckigen Turm frei, der aussen 13,7 m lang und 10,6 m
breit ist; die Mauern sind 2 m dick. Im Osten befindet sich ein Anbau, der 3 auf
4 m misst. Die Mauern aus Geröllen und Molassesandsteinen wurden direkt auf dem
Boden errichtet. Mit dem Aushubmaterial des im Osten gelegenen
Verteidigungsgrabens wurde der Burghügel anschliessend 3 bis 5 m künstlich
aufgeschüttet. Die so eingebetteten Mauern waren danach wirkungsvoll gegen
feindliche Untergrabung
geschützt. Zwischen Turm und Graben liegen Reste einer Vorgängerburg, deren
Ostwand während der zweiten Bauphase als Schildmauergenutzt wurde. Im Norden
fanden sich die Reste eines Nebengebäudes mit rot gebranntem Lehmboden.
Brandspuren an Mauern sowie verziegelte Lehmstücke belegen, dass die wehrhafte
Burganlage mindestens einmal abgebrannt ist. Das auffallend spärliche
Fundmaterial – der Ausguss eines Henkelkruges, die Randscherbe eines Gefässes,
ein spatelförmiger Gegenstand aus Eisen sowie ein Rinderknochen – datieren die
Baureste ins 12. Jahrhundert. Vermutlich wurden die beiden Burganlagen nur
kurzfristig benutzt, grosse Teile des ursprünglichen Gehniveaus mit den
Funden rutschten im Lauf der Zeit ins Tobel.
Schatz vom Burghügel
Vor vielen Jahren lebte unterhalb des anderen
Burghügels Zapfeloo ein schwer verschuldetes
Bäuerlein. Es sah keinen anderen Ausweg, als sich
aufzuhängen. Als es sich dafür einen geeignteten
Baum suchte, trat aus einem Felsen ein kleines
Männchen und fragte ihn nach seinem Vorhaben.
«Ich sitze bis über beide Ohren in Schulden, keiner
will mir helfen, so will ich mich denn aufhängen.»
Da bot ihm der Zwerg ein Darlehen an mit der
Bedingung, es zurückzuzahlen. Der Bauer kam so
aus den Schulden heraus und wollte auch das
geliehene Geld an derselben Stelle zurückbringen.
Auf sein Rufen trat ein anderer Zwerg heraus,
der ihm mitteilte, dass sein Leihgeber gestorben sei,
ihm aber das Geld erlasse, da er sich erfolgreich
von seinen Schulden befreit habe.
Später versuchten andere, den Schatz unter dem
Burghügel zu heben, was aber keinem gelang.
So bleibt er bis heute unter jenem Felsen versteckt.
Nach «Dorfgeschichten» 1971, von Hans Nater
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